Optimale Temperaturen für Kühlschränke – Unterschiede im Sommer und Winter?

Zanussi KühlschränkeEs gibt in nahezu jedem Haushalt Kühlschränke. Die angebotenen Geräte sind dabei so individuell wie die Bedürfnisse und Ansprüche. Einen besonders großen Kühlschrank benötigt ein Single nicht und die Lebensmitteleinkäufe von einem Paar sind mit Sicherheit kleiner, als die von einer vierköpfigen Familie. Daher sollten Sie bei einem Neukauf von einem Kühlschrank vor allem auf die notwendige Größe achten. Von dem Temperaturniveau der jeweiligen Fächer der Größe des Kühlgerätes hängt der Energieverbrauch ab. Doch viele Verbraucher stehen schnell vor der Frage, wie sie die Temperatur von ihrem Kühlschrank und den Gefrierfächern einstellen sollten und was sie im Sommer und Winter beachten sollten. In diesem Ratgeber finden Sie hierzu Antworten und finden weitere nützliche Tipps, um Strom zu sparen und somit die Umwelt und Ihren Geldbeutel zu schonen.

Kühlgeräte ohne Sternefach

Optimale Temperaturen für Kühlschränke – Unterschiede im Sommer und Winter?Zwischen Temperaturen von 0° C und + 10° C kühlen diese Geräte. Sie können in diesem Temperaturbereich keine gefrorenen Lebensmittel lagern und auch keine Eiswürfel herstellen. Kühlgeräte ohne Sternefach brauchen am wenigsten Energie und bieten zudem viel Platz.

Kombiniert mit einem separaten Gefriergerät sind sie besonders empfehlenswert. Diese Kühlschränke sollten Sie auf die Temperatur 7° C einstellen. Den Energieverbrauch erhöht nämlich jedes Grad weniger um etwa 6 Prozent. Über der Gemüseschublade können Sie mit einem Thermometer einfach nachmessen.

Im Gefrierbereich kühlen Geräte mit einem Vier-Sterne-Fach bis zu Temperaturen von -18° C. Diese sind nur dann empfehlenswert, wenn ein separates Gefriergerät nicht vorhanden ist oder nicht angeschafft werden soll.

Mehrzonen-Kühlschränke

Diese Geräte besitzen Fächer, bei denen Sie die Temperaturen getrennt einstellen können. Auch unterschiedliche Luftfeuchtigkeit je nach Fach ist oftmals vorhanden.

Zone Hinweise
Gefrierraum Damit Sie Tiefkühlwaren dauerhaft lagern können, sind -18°C ausreichend.
Kaltlagerzone In diesem Bereich sind 0° C bis + 3° C ideal. Obst und Gemüse halten hierin eine hohe Luftfeuchtigkeit deutlich länger frisch. Dieser Bereich eignet sich auch für Wurst, Fleisch und Fisch.
Kühlzone Dieser Bereich entspricht dem Innenraum eines gewöhnlichen Kühlschrankes mit + 3° C bis + 10° C. Stellen Sie die Temperatur hier auf 7°C ein. Geeignet für gegarte Speisen, Marmelade und Eier.
Kellerzone Hier sind + 8° C bis + 14° C optimal. Hier sind Kälteempfindliche Lebensmittel wie Getränke, Butter und Zitrusfrüchte gut aufgehoben.

Gefriertruhen

Diese Geräte werden bei -18° C genutzt und dienen zum langfristigen Lagern und Einfrieren von Lebensmitteln. Im Vergleich zu Gefrierschränken bieten Gefriertruhen viel Stauraum bei deutlich geringeren Strom- und Anschaffungskosten. Für eine intensive Vorratshaltung sind Gefriertruhen vorteilhaft. Allerdings ist deren Handhabung etwas umständlich und sie brauchen mehr Stellfläche. Zwischen dem Airbag auf der Rückseite des Gerätes und dem Innenraum zirkuliert in Gefriertruhen mit einer Low-Frost-Technik nur kalte, trockene Luft.

Tipp! Über die Deckeldichtung gelangt in die Gefriertruhe nur äußerst wenig feuchte Luft. Dadurch wird um etwa 80 Prozent die Reif- und Eisbildung reduziert. Der Verbrauch ist zudem gering und Sie müssen seltener abtauen.

Gefrierschränke

Gefrierschränke brauchen wenig Stellfläche, sind bequem zu bedienen, übersichtlich und küchentauglich. Kaufpreis und Stromverbrauch liegen allerdings höher. Ein Ventilator wälzt in No-Frost-Gefrierschränken die kalte Luft um. Aus dem Gefrierraum wird dadurch kontinuierlich die Luftfeuchtigkeit abgeleitet. Dadurch entsteht kein Reif im Innenraum und das Abtauen erübrigt sich. Verglichen mit Geräten ohne eine No-Frost-Funktion sind die Strom- und Anschaffungskosten höher.

Kühl-Kombination

Übereinander sind Kühl- und Gefrierbereich angeordnet. Daher benötigen sie wenig Stellfläche, sind für kleine Haushalte geeignet und sind verglichen mit zwei Einzelgeräten meist billiger. In Verbrauch und Preis sind Geräte, die einen Regelkreis besitzen, meist günstig. Bei Modellen, die zwei Regelkreise aufweisen, haben Sie die Möglichkeit, die Temperatur im Gefrier- und Kühlbereich getrennt einzustellen. Außerdem bieten diese Geräte den Vorteil, dass Sie während eines Urlaubs den Kühlbereich abschalten, das Gefrierfach jedoch laufen lassen können. Entsprechend höhere Strom- und Anschaffungskosten haben Sie, wenn Sie Modelle mit No-Frost-Funktion kaufen.

Sparsame Kühlgeräte

Das EU-Energielabel ist auf jedem Gerät angebracht. Dieser informiert den Kunden über den Energieverbrauch des jeweiligen Kühlgerätes. Von A+++ bis D reichen die Energieklassen der Kühlschränke. A+++ ist der beste Wert, wo besonders wenig Energie verbraucht wird und D der schlechteste Wert, worin äußerst viel Energie verbraucht wird. Die sparsamsten und empfehlenswerten Geräte mit der Energieklasse A+++ verbrauchen am wenigsten Energie und schonen dadurch die Umwelt und vor allem sparen Sie viel Geld. Durch die Energieersparnis rechnet sich ein Kühlschrank der Energieklasse A+++ im Nachhinein, auch wenn die Anschaffungskosten zunächst höher liegen sollten.

Vor- und Nachteile eines hochwertigen Kühlschranks

  • optimale Kühlung von Lebensmitteln
  • viel Platz für Lebensmittel
  • energiesparend
  • nicht jedes Modell verfügt über ein Kühlfach

Kühlschränke im Sommer und Winter

Die Temperatur in Ihrem Kühlschrank sollten Sie im Sommer niedriger einstellen als im Winter. Leicht unter dem mittleren Wert von dem Regler sollten Sie im Sommer Ihren Kühlschrank einstellen. Etwas über dem mittleren Wert reicht im Winter meist als Einstellung. Den Kühlschrank sollten Sie nicht zu niedrig einstellen, denn die niedrigste Zahl erreicht oftmals bereits den Gefrierpunkt.

Tipp: Bei Kühlschränken sind 7° C als Einstellung optimal. Bei Gefrierschränken hingegen ist eine Temperatur von -18° C besonders empfehlenswert.

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